FDP fordert umgehenden Bau eines Kreisverkehrs Grünewaldstraße / Ostdorfer Straße
06.10.09 Investitionen in Industriegebiet Bangraben erfordern eine gute und sichere verkehrstechnische Erschließung
In der Gemeinderatssitzung am 29.September sprach FDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Dietmar Foth den anstehenden Bau einer Spiel- und Kletterhalle durch die Firma Berolino Kinder- und Kletterwelt im Gewerbegebiet Bangraben und die daraus resultierende Verkehrsproblematik an. Dr. Dietmar Foth führte aus:
„Im Gewerbegebiet Bangraben – Heerstraße wird – wie auch der Presse zu entnehmen war – die Firma Berolino Kinder- und Kletterwelt eine große Halle als Hallenspielplatz für Kinder mit Kletterhalle und Gastronomiebetrieb errichten.
Der Bauantrag wurde im Ortschaftsrat Ostdorf kontrovers diskutiert. Ich habe mich, wie auch Ortsvorsteher Haug, stark für das Vorhaben eingesetzt, weil darin m. E. eine große Chance für Balingen liegt. Ich nenne nur die Stichworte Attraktivitätssteigerung, Arbeitsplätze, Gewerbesteuer. Letztlich hat das Vorhaben auch eine Mehrheit im Ortschaftsrat gefunden.
Wichtig ist es jedoch, sich jetzt mit den daraus resultierenden Verkehrsfragen intensiv zu beschäftigen. In der Presse war zu lesen: „Eine große Verkehrsproblematik sehe man im Baudezernat nicht“.
Diese Meinung teile ich nicht. Der Investor rechnet mit 130.000 Besuchern jährlich, insbesondere im Winterhalbjahr, in dem auch im Fitnessstudio Injoy Hochbetrieb herrscht. Zwei Punkte sind zu unterscheiden:
1. Die Zufahrt: Der Ortschaftsrat hat gefordert, dass der schon angedachte Kreisverkehr Grünewaldstraße / Ostdorfer Straße unbedingt, möglichst bis zur Eröffnung, verwirklicht werden muss. Meine Fragen dazu: Wie weit sind die Planungen für den Kreisverkehr? Finanzmittel dafür sind ja im Haushalt eingestellt. Und: Ist die Verwaltung bereit, die umgehende Umsetzung anzugehen? – Ich meine: Es ist eine notwendige Erschließungsmaßnahme, für die auch der Erlös aus dem Bauplatzverkauf eingesetzt werden muss.
2. Punkt: Schon jetzt bestehen erhebliche Probleme mit dem ruhenden Verkehr –Krokodil, Injoy, Kleingartenanlage führen zu hohem Verkehrsaufkommen. Immer wieder ist die Durchfahrt für LKWs nicht möglich. Ich bin auch schon von besorgten Anliegern angesprochen worden. Dies muss man wohl verkehrsrechtlich lösen. Meine Frage: Was plant die Verwaltung konkret?“
Baudezernent Steidle antwortete, die Planung für den Kreisverkehr werde in Kürze im Technischen Ausschuss vorgestellt. Ob dann 2010 oder 2011 die Realisierung erfolge, liege in der Entscheidung des Gemeinderats. Dazu, ob die Verwaltung sich für eine umgehende Verwirklichung einsetzen wird und für eine Aufnahme in den Haushaltsplan 2010 eintritt, äußerte er sich nicht. Bezüglich des ruhenden Verkehrs sieht Herr Steidle offenbar keine erheblichen Probleme. Die baurechtlich notwendigen Parkplätze würden ausgewiesen.
Die FDP-Fraktion wird an dem Thema dran bleiben. Die Berichterstattung hierzu im Schwarzwälder Boten finden Sie hier, den Bericht aus dem Zollernalbkurier hier.

