Endingen: 2. Anbindung über Eisenbahnstraße vom Gemeinderat abgelehnt
25.03.09 Gemeinderat folgt damit verändertem Votum des OR Endingen
Die 2. Anbindung Endingens über die Eisenbahnstraße stand am 24.03.2009 auf der Tagesordnung. Einstimmig hat Gemeinderat, der im Jahr 2000 nach einstimmigem Beschluss des Ortschaftsrats Endingen mit großer Mehrheit die 2. Anbindung über die Eisenbahnstraße beschlossen hatte, jetzt abweichend entschieden, dass die Realisierung dieser Anbindung nicht weiterbetrieben und alsbald die Steinachbrücke neu gebaut wird.
Dr. Dietmar Foth hob in seiner Stellungnahme für die FDP-Fraktion hervor, dass die Verwaltung diese Anbindung über die Eisenbahnstraße nie wirklich gewollt habe. Im Jahr 2008 sei dann von der Verwaltung auf der Grundlage des neuen Gutachtens von Prof. Kölz die Notwendigkeit in Frage gestellt worden. Während der Endinger Ortschaftsrat im Dezember 2008 noch mehrheitlich für die 2. Anbindung über die Eisenbahnstraße gestimmt habe, sei er jetzt mehrheitlich ganz abgerückt, die Kehrtwende sei vollzogen. Über die Gründe werde diskutiert und spekuliert. Die Rahmenbedingungen hätten sich jedoch wohl nicht so stark verändert, wie dies gerne glaubhaft gemacht werde.
Die FDP-Fraktion habe sich in der Vergangenheit in Übereinstimmung mit dem Ortschaftsrat für eine 2. Anbindung über die Eisenbahnstraße ausgesprochen. Für die FDP-Fraktion sei die Entscheidung des Ortschaftsrats von maßgebender Bedeutung. Nur wenn dessen Entscheidung nicht vertretbar erscheine, sollte, so die Meinung der Fraktion, eine Abweichung von einer Ortschaftsratsentscheidung erwogen werden. Dies sei aber nicht der Fall.
Deshalb schließe sich die FDP-Fraktion jetzt der neuen Mehrheitsmeinung des Endinger Ortschaftsrats an. Sie sei vertretbar und verbaue für die Zukunft nichts.
Fakt sei nämlich, dass sich die Kreuzungssituation am Bruckrain grundlegend verbessert habe – die einzige wirkliche Änderung. Hinzu komme, dass der Neubau der Steinachbrücke vorrangig und wichtig für die Erschließungssicherheit sei. Gut sei, wenn dies nun zielstrebig angegangen werde. Und schließlich würden die Trassen Eisenbahnstraße und Ränkle von einer Bebauung freigehalten, so dass zumindest theoretisch die Planungen für eine 2. Anbindung wieder aufgenommen werden könnten.

