Zweiter Kinder- und Jugendbericht der Stadt Balingen
27.11.08
In der Gemeinderatssitzung wurde am 25.11.2008 der Zweite Kinder- und Jugendbericht der Stadt Balingen vorgestellt und in einer ersten Runde diskutiert. FDP - Fraktionsvorsitzender Dr. Dietmar Foth unterstrich für die FDP - Fraktion, dass in der Jugendarbeit in Balingen nicht bei Null angefangen werde. Es gelte zunächst Bestehendes zu erhalten und aktuell zu halten. Dies gelte insbesondere für die Vereinsjugendarbeit und die offene Jugendarbeit. Die im Jugendbericht angesprochenen Möglichkeiten müssten nunmehr diskutiert und es sei wichtig, dass vom Gemeinderat Prioritäten bezüglich einzelner Maßnahmen gesetzt werden. Es müsse festgelegt werden, an welcher Stelle wir Geld, Zeit und menschliche Energie vorrangig investieren. Fraglich sei aus Sicht der FDP nach einer ersten Bewertung, ob die Schwerpunkte richtig gesetzt seien.
Skeptisch sehe er, so betonte Dr. Foth, ob da vorrangig der Aufbau einer Jugendbeteiligung Ziel sein sollte. Erfahrungen mit dem Jugendforum in Balingen, aber vor allem auch Jugendgemeinderäten in anderen Städten würden belegen, dass starre Formen wenig bringen, wenn überhaupt, dann sich Jugendbeteiligung an konkreten Projekten sich anbiete. Demokratische Mitwirkung könne von Jugendlichen auch in Vereinen, Schülermitverwaltungen, Schulkonferenzen und Ähnlichem erlernt werden. Für die Jugendbeteiligung, wie im Jugendbericht gefordert, eine zusätzliche (Teil-) Personalstelle einzurichten, erachte die FDP - Fraktion nicht als vordringlich.
Viel wichtiger erscheine, die aufsuchende Jugendarbeit zu intensivieren und / oder den im Jugendbericht nur am Rande erwähnten Bereich „Jugend im Übergang Schule zu Ausbildung / Beruf“ in den Mittelpunkt zu rücken. Wenn wir hier aktiv würden, ergänzte Dr. Dietmar Foth, nütze dies viel wirkungsvoller den Jugendlichen, die hier Probleme haben, nütze dies der heimischen Wirtschaft und der Gesellschaft insgesamt.

